Geschichte

Kristiansand verfügt heute über ca. 74.000 Einwohner und ist die fünftgrößte Stadt Norwegens und zweitgrößter Hafen des Landes
Ein kurzer Überblick über die Geschichte der Stadt:


1641 ließ der Dänenkönig Christian IV. den Ort mit einem schachbrettartigen Muster auf einer Sandebene („Christians Sand“) an der Otra-Mündung erbauen. Das heutige Altstadt- viertel „Posebyen“ – in quadratischer Anordnung , der „Kvadratur“ – mit seinen kleinen, meist weißen Holzhäuschen steht heute noch so, wie es damals geplant wurde. Sie wird liebevoll gepflegt und weist heute neben modernen Läden auch noch manches Idyll auf.


Die Stadt erhielt das Handelsmonopol für das gesamte Hinterland um als Geldquelle für den König zu fungieren. Die Besiedlung ging am Anfang sehr schleppend voran und zwar nicht wie bei einer Stadtentwicklung von innen nach außen sondern genau umgekehrt. Trotz der Anordnung an die Bewohner der Sørlandsküste zwischen Risør und Flekkesund, nach Kristiansand umzusiedeln, lebten 25 Jahre später erst ca. 1150 Menschen in dieser Stadt.
1666 wurde Kristiansand Garnisonsstadt und von 1662 – 1672 wurde die Festung Christiansholm errichtet. 1682 wurde der Bischofssitz von Stavanger nach Kristiansand verlegt. 1734 vernichtete ein verheerender Brand große Teile der Stadt. Der wirtschaftliche Aufschwung begann Anfang des 19. Jahrhunderts durch Schiffsbau und Schifffahrt.


1839 wurde Kristiansand an die Dampfschiffroute London – St. Petersburg angebunden. Von 1882 bis 1885 wurde die Domkirche erbaut.Im Jahre
1892 vernichtete wieder ein Stadtbrand große Teile der Stadt und „Posebyen“ wurde neu aufgebaut. 1895 wurde die „Setesdalbahn“ fertiggestellt, 1962 stillgelegt und ist heute als Touristenattraktiuon teilweise wieder in Betrieb.


Seit Anfang des 20. Jahrhunderts ein stetiges Wachstum der Stadt. Durch Hydroelektrizität entwickelten sich neue Wirtschaftszweige mit vielen Arbeitsplätzen. 1938 wurde die Sørlandbahn nach Oslo und 1944 auch eine Verbindung nach Stavanger eröffnet. 1939 die Eröffnung des Flughafens Kjevik.
Heute verleihen der sympathischen Stadt Industrie, der Fährhafen, die immer noch rasch wachsende junge Hochschule und der Tourismus eine in Norwegen ungewöhnliche Dynamik.